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Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig.

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SKALENUSSYNDROM

Das Skalenussyndrom wird auch als Halsrippensyndrom bezeichnet, wenn die Einengung durch eine Halsrippe ((zusätzliche, rudimentäre (= verkümmert, nicht voll ausgeprägt) bis komplette Rippe am 7.(-4.) Halswirbel), oft kombiniert mit weiteren Skelettanomalien)) entsteht.

Das Skalenussyndrom entsteht durch Kompression (= Einengung) des Plexus brachialis (= Armnervengeflecht) im Bereich der Skalenuslücke (= Durchtrittsort der Schlüsselbeinschlagader und des Armnervengeflechts zur Achselhöhle), hauptsächlich verursacht durch eine Halsrippe (= zusätzliche, unnormale Rippe am 7. Halswirbel) (deswegen auch die Bezeichnung Halsrip pensyndrom), aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige Muskelverspannungen.

Die neuralgieartigen Beschwerden (Schmerzen sowie Empfindungsstörungen) in Schul ter und A r m treten beim Skalenussyndrom deutlich belastungsabhängig auf, insbesondere bei Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.).
Die dominierenden
(= hauptsächlichen) Schmerzlokalisationen sind ulnarer (= ellenseitiger) Unterar m und H a nd.
Im fortgeschrittenen Stadium mit Nervenläsionen
(= Nervenschädigungen) treten Paresen (= Lähmungen) und Atrophien (= Muskelschwund) der kleinen Handmuskeln auf. Auch kann sich eine Morbus Raynaud -artige Störung (= Durchblutungsstörung) entwickeln.

Durch zusätzliche Stenosierung (= Verengung) der A. subclavia (= Schlagader unter dem Schlüsselbein) in der Skalenuslücke können Mikroembolien (= kleinste Blutgerinnsel) entstehen, die feine Fingergefäße verschließen und eine vaskuläre Symptomatik (= Krankheitszeichen bei erkrankten Blutgefäßen) hervorrufen (Ostheim 1976).

Zur Behandlung empfiehlt sich im Rahmen der therapeutischen Lokalanästhesie bei stark verspannter Skalenusmuskulatur die wiederholte Infiltration mit lang wirkenden Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel), die Vermeidung von schmerzauslösenden oder verstärkenden Belastungen, in hartnäckigen Fällen, insbesondere bei Auftreten eines neurologischen Defizits, eine chirurgische Intervention (z.B. operative Entfernung der Halsrippe).
In seltenen Fällen halten die Schmerzen trotz einer entlastenden Operation an, wahrscheinlich wurde in diesen Fällen zu lange zugewartet ,so daß es zu einer Nervenschädigung gekommen ist.
In dieser Situation ist die kontinuierliche, retrograd hohe Blockade des Plexus brachialis
(= Armnervengeflecht) erfolgversprechend (siehe unten).
Zur Schmerzbehandlung beim Skalenussyndrom kann auch die kontinuierliche, , interskalenäre (= zwischen Mus keln im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des Plexus brachialis durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem etwas größeren Risiko behaftet.

Das Nervenbündel kann auch zwischen Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert werden. Besonders bei Rückführung der Schulter unter Zug, wie beim Tragen eines Rucksackes, treten ausstrahlende Schmerzen auf.

Die Therapie besteht in der Vermeidung von typischen Belastungen. Nur in seltenen Fällen wird man sich zur Resektion (= operative Entfernung) der 1. Rippe entschließen.

Der Vollständigkeit halber sei noch das sog. Hyperabduktionssyndrom erwähnt. Die Schmerzen treten bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe ausgeübt werden (z.B. Arbeiten an der Zimmerdecke). Die Ursache für das Hyperabduktionssyndrom ist eine Kompression der Ner ven des Armplexus zwischen Korakoid (= Rabenschnabelfortsatz, vom oberen Schulterblattrand über die Schultergelenkpfanne ziehend) und M. pectoralis minor (= der kleine Brustmuskel), nahe dem Ansatz.

Therapeutisch kann beim Hyperabduktionssyndrom der Versuch mit Lokalanästhetika-Infiltrationen unternommen werden.

Methodenbeschreibung:

Kontinuierliche, retrograd hohe Blockade des Plexus brachialis mit Katheter

Bei dieser Methode wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt.
Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der Oberarm mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung innerhalb der Nervenscheide nach oben getrieben wird und so auch im Schulter- und seitlichen Halsbereich schmerzlindernd wirken kann.
Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert, die entzündlichen oder degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegenwirkt, außerdem kann sich durch die bessere Durchblutung ein gestörter Nervenzellmetabolismus (= Stoffwechsel einer Nervenzelle) wieder normalisieren.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.


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Aktualisiert: >10.02.2008</> kusb&
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